Wahlpflichtunterricht “Chemie im Alltag”

Ab dem Schuljahr 2016/2017 steht für die neunten Klassen neben den Fächern Französisch, Kochen und PC-Unterricht nun auch das Fach Chemie im Rahmen des Projektes „Chemie im Alltag“ zur Auswahl.

Ausgehend von chemischen Produkten im häuslichen Umfeld sollen die Schüler weitgehend selbstständig völlig frei vom Lehrplan sich chemische Zusammenhänge erarbeiten, naturwissenschaftliche Vorgehensweisen üben und sich ohne Zeitdruck mit Chemie beschäftigen können.

Als Themen sind zunächst Duftstoffe (Wie erhält man sie bis zur Herstellung eigener Parfüme) und Farbstoffe (natürliche bzw. synthetische Farbstoffe isolieren bzw. herstellen bis hin zum Färben mit diesen Farbstoffen) geplant, gemeinsam mit der Einarbeitung in chemische Analysentechnik zur Untersuchung von den selbst hergestellten Proben, aber auch von käuflichen Mustern.

Ziele des Wahlpflichtunterrichtes: Klären der Frage: „Wozu braucht man Chemie?“ Hemmschwellen vor den Naturwissenschaften abbauen, Zeigen, dass Chemie Spaß machen kann, Neugier wecken.

Auszüge aus der Pressemitteilung der Bayer AG:

Frankfurt am Main, 5. Oktober 2016 – Das eigene Parfüm herstellen und Pflanzenkeimung durch klassenübergreifendes Experimentieren erforschen – mit diesen Inhalten beschäftigen sich die beiden Frankfurter Projekte, welche die Bayer Science & Education Foundation neu in ihr Schulförderprogramm aufgenommen hat. Mit insgesamt 13.900 Euro ermöglicht die Bayer-Bildungsstiftung die Umsetzung von zwei innovativen Unterrichtskonzepten an der Eduard-Spranger-Schule und der Heinrich-von-Bretano-Schule. Die symbolische Urkundenübergabe fand im Rahmen eines besonderen Besuches statt: Vom 4. bis 7. Oktober 2016 macht das Humboldt-Bayer-Mobil – ein
14 Meter langer LKW, in dem Schüler medizinische Untersuchungen und wissenschaftliches Arbeiten erproben können – Station bei Provadis im Industriepark Höchst. In diesem Zeitraum haben Jugendliche der beiden Schulen die Möglichkeit, wie in einem medizinischen Speziallabor zu arbeiten.

„Naturwissenschaftliche Phänomene begegnen uns jeden Tag auf vielfältigste Art und Weise“, sagte Mona Ehrenberg, Programm-Managerin der Bayer-Bildungsstiftung bei der Übergabezeremonie. „Jedoch sind sie uns häufig nicht bewusst. Durch äußerst praxisorientierte Angebote schaffen engagierte Lehrer genau dieses Bewusstsein bei ihren Schülern und fördern damit ein nachhaltiges Interesse an biologischen und chemischen Themen.“ Die Ehrung fand in den Räumlichkeiten des im Industriepark Höchst ansässigen Fachkräfte-Entwicklers Provadis statt, der für die Ausrichtung von einwöchigen Gesundheitscamps bereits im vergangenen Jahr von der Bayer-Stiftung unterstützt wurde.

Der Stiftungsrat der Bayer Science & Education Foundation wählte die beiden Frankfurter Projekte in der aktuellen Förderrunde neben 35 weiteren Initiativen aus den Einzugs-gebieten der deutschen Bayer-Unternehmensstandorte aus. Seit Programmstart 2007 wurden bundesweit bereits 468 Initiativen mit einem Gesamt-Fördervolumen in Höhe
von rund 4,7 Millionen Euro unterstützt. In Frankfurt und Umgebung wurden bisher
13 Projekte mit rund 43.590 Euro ermöglicht.
Alle Förderprojekte zielen darauf ab, innovative Unterrichtskonzepte und begleitende Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche einzuführen, die den Regelunterricht attraktiver machen oder sinnvoll ergänzen. Insbesondere sollen sie dazu beitragen, bei Schülern den Spaß und das Interesse an Naturwissenschaften zu wecken, Talente frühzeitig zu fördern und die Orientierung bei der Berufswahl zu erleichtern. Vor allem werden wegweisende Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Bio- und Medizinwissenschaften im Schulförderprogramm des Bayer-Konzerns unterstützt.

Eduard-Spranger-Schule: Projekt „Chemie im Alltag”

Wozu braucht man eigentlich Chemie? Antworten darauf gibt das Projekt der im Stadtteil Sossenheim gelegenen Realschule, in dem Schüler bunte T-Shirts mit selbst extrahierten Naturfarben und ihr eigenes Parfüm herstellen. Durch den sehr praxisorientierten Ansatz soll den Jugendlichen Chemie näher gebracht werden, die ihnen im Alltag begegnet. Sie lernen chemisch hergestellte Produkte als solche zu erkennen und erfahren, dass sie diese selbst herstellen können – und sollen dadurch ein nachhaltiges Interesse an naturwissenschaftlichen Berufsfeldern entwickeln. Am Projekt nehmen pro Jahr bis zu
15 Schüler der neunten Klasse teil. Die Bayer-Bildungsstiftung fördert das Projekt mit 7.200 Euro, von denen Labormaterial und technische Geräte angeschafft werden.

Heinrich-von-Brentano-Schule: Projekt „Voneinander-Miteinander-Füreinander“

Schüler der achten und zehnten Klasse erarbeiten sich eigenständig naturwissen- schaftliche Experimente, die sie anschließend mit Fünft- und Siebtklässlern gemeinsam durchführen. Diese wiederum setzen das neu erworbene Wissen ein, um Versuche zu entwickeln, die sie ortsansässigen Grundschülern präsentieren. Genutzt wird dafür vor allem der heimische Schulgarten, beispielsweise zur Untersuchung von Pflanzen-Keimung und -entwicklung unter verschiedensten Bedingungen. Eine Besonderheit des Projekts ist, dass die Schüler ihre Experimente Klassenkameraden sowie jüngeren Mitschülern mehrfach vorstellen – wodurch Kreativität, Eigenverantwortung, soziale Kompetenz und Präsentationsfähigkeit gefördert werden. Ziel der Initiative ist es, Schülern unterschiedlichsten Alters einen geschulten Blick für naturwissenschaftliche Phänomene in ihrem Lebensumfeld zu vermitteln. Die Bayer-Stiftung ermöglicht das Projekt mit 6.700 Euro.

Das Humboldt-Bayer-Mobil zu Besuch in Frankfurt am Main

Wie verändert sich die Luft beim Atmen? Welche Nährstoffe enthält die Nahrung? Wie ist die Wirbelsäule aufgebaut? Diesen und weiteren medizinischen Fragen gehen Fünft- bis Achtklässler der beiden ausgezeichneten und fünf weiterer Frankfurter Schulen unter dem Motto „Die Vermessung des Körpers“ im Humboldt-Bayer-Mobil nach. Wie in einer Arztpraxis oder einem medizinischen Labor nutzen sie dabei moderne Messgeräte und führen eigenständig Experimente durch.

Das „Humboldt-Bayer-Mobil“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bayer Science & Education Foundation, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Stiftung Humboldt-Universität. Normalerweise besucht der Truck Grund- und Oberschulen in Berlin und Brandenburg. Dreimal im Jahr stehen jedoch Sonderfahrten in die Nähe der deutschen Bayer-Standorte auf dem Programm – wie jetzt nach Frankfurt. Die Bayer-Bildungsstiftung finanziert das „Humboldt-Bayer-Mobil“ in den Jahren 2010 bis 2018 und bietet Schülern darin die Möglichkeit, zu unterschiedlichen Themen auf Forschungsexkursion zu gehen.

In diesem Jahr steht der menschliche Körper im inhaltlichen Zentrum. Ziel der Kooperationspartner ist es, Neugier und Begeisterung für medizinische und lebenswissenschaftliche Forschung zu wecken. „Schüler, die sich heute für Gesundheitsthemen interessieren, sind die Ärzte und Medizin-Wissenschaftler von morgen“, erklärt Mona Ehrenberg.

Bayer Science & Education Foundation

Als Bildungsstiftung des Innovations-Unternehmens Bayer begreift sich die Bayer Science & Education Foundation als Impulsgeber, Förderer und Partner für Innovationen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Im Zentrum ihrer Programme stehen Menschen mit naturwissenschaftlichem Pioniergeist – talentierte Schüler, aufstrebende Studenten und renommierte Spitzenforscher, die sich für den Fortschritt in Gesundheits- und Ernährungsfragen einsetzen. Die Fördertätigkeit der Unternehmens-Stiftungen ist ein zentraler Bestandteil des weltweiten gesellschaftlichen Engagements von Bayer, das jährlich rund 50 Millionen Euro beträgt – mit Schwerpunkten auf der Förderung der naturwissenschaftlichen Bildung und Spitzenforschung, der Gesundheitsversorgung und der Befriedigung sozialer Grundbedürfnisse der Menschen im Umfeld der Unternehmensstandorte.

Mehr Informationen zur Bayer Science & Education Foundation finden Sie unter: www.bayer-stiftungen.de

Haupt- und Realschule