Unsere Förderkonzept

Förderung der Lese- und Schreibkompetenz

Ein einheitliches Konzept hinsichtlich Textentlastungsmethoden, wie in Pädagogischen und Deutsch Fachkonferenzen abgesprochen, wird von Kollegen und Kolleginnen seit 2014 unterrichtet. Das Konzept wurde in den Konferenzen der Leseförderung erarbeitet.

Die Leseförderung wird mit zwei zusätzlichen Wochenstunden für Klasse 5 ,6 unterrichtet. Seit Herbst 2014 nimmt die Schule an der computerbasierten Lernverlaufsdiagnostik „quop“ teil. Die Lernverlaufsdiagnostik basiert auf den Bildungsstandards und zeigt differenziert den jeweiligen Lernstand und die Lernentwicklungen in den wesentlichen Teilkompetenzen im Lesen. Ziel ist die Nutzung der Daten für die individuelle Förderung der Schüler und Schülerinnen.

Ein Konzept für die Klassen 5 und 6 , das eine Steigerung der sprachlichen Kompetenz, Rechtschreibung und Lesefähigkeit zum Ziel hat, muss auch Formen individualisierten Lernens und Anleitung zum selbständigen Lernen beinhalten.

Hinsichtlich der sprachlichen Kompetenzen einzelner Schüler wurde ein Förderkonzept speziell für die Klassen 5 und 6 erarbeitet.

Neben der Lernverlaufsdiagnostik „quop“ wurden Bücherkisten angelegt, Zeitungen für Kinder abonniert und eine Bücherliste für die Schülerbibliothek erarbeitet. Diese werden in der 2. Leseförderstunde von den Schülern gelesen.

Schüler und Schülerinnen arbeiten mit dem Programm Antolin und können so Ihren Lesestand überprüfen. Lehrer haben Einsicht in das Leseverhalten der Schüler.

Spezielle Übungen zu grammatischen Themen ( Adjektive, Zeiten etc. ) wurden von der Leseförderkonferenz erarbeitet.

Antolin – Bücherkiste

In diesem Jahr bieten wir wieder das Antolin-Programm in den 5., 6., 7. Klassen unserer Schule an. Wir haben pro Klasse eine Bücherkiste bereitgestellt. Nach 4 Wochen werden die Schüler/innen den Fragebogen zu den gelesenen Büchern bearbeiten.

Leseaktion November 2014

An dieser Aktion sind alle Klassen unserer Schule außer den Abschlussklassen beteiligt.

Jede/r Schüler/in bekommt einen Lesepass, in dem alle Bücher mit Seitenanzahl eingetragen werden, die im Laufe der Herbstferien und im Monat November von ihr/ihm gelesen wurden.

Je nach Klassenstufe werden für eine bestimmte Anzahl von gelesenen Seiten Punkte verteilt.

Jedes gelesene Buch muss auch kurz der Klasse vorgestellt werden. Ende November findet eine Abschlussfeier dieser Aktion in der Turnhalle statt, wo es kleine Darbietungen gibt und alle Schüler/innen geehrt und belohnt werden, die die besten der Klassen waren oder eine bestimmte Punkteanzahl erreicht haben.

Bücher- Rallye

Im Rahmen der Leseaktion November 2014 werden die Lese-Scouts (5 Mädchen der R7) eine Bücher-Rallye mit den beiden 5. Klassen organisieren. Sie bauen 4 Stationen auf und lassen die Kinder gruppenweise diese durchlaufen. Die Stationen beinhalten z.B. ein Bücher-Quiz, Fremdwörter nachschlagen, Reime finden oder Fragen zu einem gelesenen Text beantworten.

Diese Rallye wiederholen wir schon zum 7.Mal und konnten sie immer als erfolgreich verbuchen.

Bücher im Sack

Nach den Osterferien 2015 lesen alle Schüler/innen der 5. und 6. Klasse ein Buch. An einem bestimmten Tag versammeln sich die beteiligten Klassen im Musikraum und alle gelesenen Bücher werden klassenweise in einen Sack gesteckt. Die Lehrerin holt dann blind je 2 Bücher pro Klasse heraus und deren Leser müssen dann über das Buch berichten. Die Lese-Scouts bilden eine Jury und die besten Erzähler werden belohnt.

Alle Schüler bis Klasse 8 bekommen bei Bedarf eine zusätzliche LRS Stunde. (Nachteilsausgleich)

Für den LRS-Bereich wurden spezielles Lernmaterial wie LRS – Lernprogramme, Lesematerial, Lernspiele und PC – Übungsprogramme angeschafft und eine Lernwerkstatt eingerichtet.

Obwohl für die LRS-Förderung pro Lerngruppe nur 45 Minuten in der Woche zur Verfügung stehen, haben besonders die Deutschfachlehrer des Hauptschulbereichs schon nach einem Halbjahr Lernfortschritte bei den geförderten Schülern festgestellt.

Die Diagnose findet mit dem Hamburger Rechtschreibtest bzw. Stolperwörter Test statt LRS – Lehrkräfte haben an einer Fortbildungsmaßnahme des Instituts für Lernförderung teilgenommen.

Individueller Lernstand

Um Für Kinder der 5. Klassen Förderpläne zu erstellen und individualisiert unterrichten zu können bedarf es der Kenntnis der individuellen Lernstände der Schüler und Schülerinnen.

Dazu verwenden Lehrkräfte der 5. Klassen einen Online Diagnose Test in den Fächern Mathematik und Englisch. Zu Beginn wurde auch der Deutsch Test verwendet, aber wegen der Dopplung mit „quop“ abgeschafft.

Die erste Diagnose findet nach 6 – 8 Wochen in der Schule statt. Es wird ein Förderheft angeschafft und ein individueller Förderplan, welcher auf der online Diagnose basiert erstellt. Am Ende der 5. Klasse wird ein weiterer Test durchgeführt, um den Lernstand zu messen.

Jedes Jahr finden Kurse für Schüler und Schülerinnen der Abgangsklassen H und R zur Vorbereitung auf die Abschlussarbeiten ab Januar statt.

Jeweils von qualifizierten Studenten bzw. externen Lehrkräften Deutsch, Mathe, Englisch Haupt und Realschule.

Finanziert wird diese Maßnahme über das Budget der Stadt Frankfurt am Main für das Nachmittagsprogramm. (Kubi e.V.)

Soziale Förderung

Im Rahmen der Versorgung mit sonderpädagogischer Ressource erhält die Edith-Stein-Schule z.Zt. 10 Förderschullehrerstunden für das gesamte System. Hieraus werden die Bereiche Beratung sowie Prävention versorgt.

Da sich in vorausgegangenen Jahren gezeigt hat, dass gehäuft Schüler zur Überprüfung auf sonderpädagogischen Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen gemeldet wurden, wurde zwischen Schule und BFZ beraten, welche Fördermaßnahmen im präventiven Bereich in Frage kommen.

Hieraus entstand das Förderkonzept „Lernbüro“. Hier werden Schülerinnen und Schüler mit Schwierigkeiten beim Lesen, Rechnen oder im Bereich Rechtschreibung gefördert und unterstützt.

Zu Beginn der Maßnahme wurden in Anlehnung an das Rügener Inklusionsmodell alle Schülerinnen und Schüler mit standardisierten psychologischen Testverfahren überprüft. Hierzu wurden der ELFE-Leseverständnistest, die Hamburger-Schreib-Probe sowie dem Heidelberger Rechentest eingesetzt.

Als Ergebnis zeigte sich, dass 5 Schülerinnen und Schüler gravierende Schwierigkeiten in allen drei Bereichen sowie 2 Schüler Schwierigkeiten in zwei Lernbereichen aufwiesen.

Die Förderung der Schülerinnen und Schüler erfolgt im Lernbüro. Hier stehen den eingesetzten Lehrern umfangreiche Fördermaterialien zur Verfügung. Um eine möglichst hohen Durchdringungsgrad zu erreichen werden hier 8 Stunden aus dem BFZ und 5 Stunden aus dem Stundenkontingent der Eduard-Spranger-Schule verwendet.

Am Ende des Schuljahres erfolgt eine Evaluation der Lernergebnisse durch eine Lernstandsdiagnostik mit psychologischen Testverfahren. Hiernach wird gemeinsam mit den Klassenlehrern die Förderung für das folgende Schuljahr bestimmt.

Bei schwerwiegenden Unterrichtsstörungen können Schüler oder Schülerinnen des Unterrichts verwiesen werden um einen Unterricht für die anderen Schüler zu ermöglichen

Es wurden 6 Regeln erarbeitet, die in den Klassenräumen aushängen.

Wenn Schüler den Regeln im Unterricht wiederholt nicht folgen können oder wollen, werden sie mit einer Aktennotiz in den „Basic Room“ geschickt.

Hier erstellen sie mit Hilfe einer geschulten Aufsicht, einen Plan wie sie ohne zu stören in Zukunft am Unterricht teilnehmen möchten.

Der Basic Room ist vernetzt mit der Beratung durch die Schulsozialarbeit.

Aktennotizen werden den Klassenleitern übergeben, die diese in den Schülerakten sammeln und gegebenenfalls die Eltern informieren.

Seit 2009 gibt es die Jugendhilfe an der Schule, besetzt mit einem Schulsozialarbeiter und einer Schulsozialarbeiterin.

Schwerpunkte:

  • Berufsorientierung Realschulzweig (Tandem Herr Stemmildt mit BO- Beauftragtem der Schule, Herrn Müller)
  • Beratung, Soziales Lernen und Klassenratbegleitung, Hauptschule, 5 – 7, Intensivkurs und 5. Klassen Realschule.
  • Kinderrechte und Kinderschutz Tandem Frau Koine, Frau Schellhorn (siehe Kinderschutzkonzept der Schule – Anhang)
  • Mädchen AG, Jungen AG
  • Ferienangebote (Frühjahr, Sommer, Herbst)
  • Einzelfallberatungen
  • Kollegiale Fallberatungen

Das Buddy-Projekt an der ESS

Die Edith-Stein-Schule  hat sich zum Schuljahr 2007/2008 dazu entschieden, am Buddy-Projekt teilzunehmen. Drei Lehrerinnen haben daraufhin das Buddy-Lehrerinnentraining absolviert und sich an fünf Fortbildungstagen zu Buddy-Coaches ausbilden lassen. Um sich mit anderen Schulen auszutauschen nahmen die ausgebildeten Lehrerinnen in den folgenden Jahren am Netzwerktreffen aller Frankfurter Buddy-Schulen teil.

  1. Patenbuddys

Auch in diesem Schuljahr gibt es an der ESS wieder Schülerinnen und Schüler, die sich dazu bereit erklärt haben, den neuen Fünftklässler den Start an der neuen Schule zu erleichtern. Sie stehen während des Schuljahres für Führungen durch das Schulgelände, bei Fragen zum Schulalltag, bei Konflikten mit Mitschülern und anderen kleinen und großen Sorgen zur Verfügung. Bei Ausflügen der fünften Klassen werden die Paten ebenfalls eingeladen.

 

  1. Buddy-AG

Die Buddy-AG bietet die Möglichkeit, sich über Probleme organisatorischer sowie inhaltlicher Art auszutauschen. Sie findet in nach Aufgabenbereichen geteilten Gruppen mit je einer Lehrkraft als Coach statt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten so planerische Kompetenzen sowie die Möglichkeit, ihre eigene Arbeit inhaltlich zu reflektieren und weiter zu entwickeln. In Rollenspielen und Übungen erhalten die Schülerinnen und Schüler alternative Handlungoptionen für Konfliktsituationen.

Daraus entwickelte sich die

2. Streischlichter AG:

Seit Oktober 2007 nahmen 21 Schüler/-innen aus den Klassen R7a,7b und H8a,8b an einer Ausbildung zu Streitschlichterinnen und –schlichtern teil. Der Kurs dauerte mit seinen Ausbildungs-, Trainings- und mehrtägigen Workshop Einheiten außerhalb der Unterrichtsstunden bis Ende des Schuljahres 2008/2009 .

Begleitet wurden sie durch ihre Lehrer/-innen, die selbst an der Ausbildung teilnahmen, um später die nächsten Jahrgänge ausbilden zu können. Die beteiligten Lehrer/-innen sind aber auch die ständigen Ansprechpartner während der Umsetzungsphase und im täglichen Schulbetrieb

Ausbilder und Trainer ist ein ausgebildeter Mediator.

Gefördert wurde die Ausbildung durch das kommunale Programm „Frankfurt – Aktive Nachbarschaft“ durch dessen Stabsstelle beim Jugend-und Sozialamt der Stadt Frankfurt/M. und dem entsprechenden Quartiersmanagement in der Henri-Dunant-Siedlung Sossenheim.

Diese zusätzliche Arbeit erfordert von den Jugendlichen sehr viel Disziplin und Konzentrationskraft sowie von den Lehrkräften zusätzliches Engagement außerhalb ihrer Dienstzeit. Auch geht solcherlei „Unterrichtsstoff“ oft über die sachbezogene Grenze ins Persönliche hinein. Also ist von allen Beteiligten auch mehr Empathie gefordert als in den täglichen Schüler-Lehrer-Rollen.

Ziele einer Schüler-Streitschlichtergruppe sind (Auszug aus der Konzeption):

  • Jugendspezifische Konfliktbearbeitung durch Gleichaltrige
  • Erfahrung machen, dass Konflikte nicht nur durch Macht und Gewalt gelöst werden können
  • Ansprechpartner für Schüler und Schülerinnen in Krisensituationen sein
  • einen Beitrag leisten zur konstruktiven Konfliktbearbeitung in der Schule

Lerninhalte sind nicht nur die persönlichen Kompetenzen zur Konfliktvermittlung, sondern auch der strategische Ablauf der Gespräche und die Organisation der Bereitstellung des Angebotes an der Schule.

Auszüge aus der Konzeption:

  • Kennenlernspiele, Regeln
  • Interaktionsübungen
  • konstruktiver Konfliktbegriff
  • Konflikttypen
  • Sichtbare und unsichtbare Konflikte
  • Konfliktausgänge
  • Kommunikationsübungen (Zuhören, Reflektieren, Umformulieren, offene Fragen, Ich-Aussagen, nonverbale Kommunikation, Umgang mit Gefühlen)
  • Vorstellung der Streitschlichtung als alternative Konfliktregelung
  • Phasen der Mediation
  • Mediationsrollenspiele
  • Umgang mit heiklen Situationen (Provokationen, Stress, Druck)
  • organisatorische Vorbereitung für den Einsatz (Teambildungen, Vorstellung in den 5.-7. Jahrgängen, Sprechzeiten)

Die Konfliktbeteiligten machen im Erstgespräch Angaben über:

  1. a) Wer ist beteiligt?
  2. b) Was ist passiert?
  3. c) Was möchte die Person geregelt haben?
  4. d) Ist sie zu einer Mediation bereit?

Möglich ist auch das Ausfüllen eines Streitformulars.

Der begleitende Lehrer unterstützt die Schüler bei Bedarf im Streitfall.

Die Streitschlichter verfügen in der Schule über einen eigenen Raum.

 

Über die Fortbildungen zu GuD wurde vor Jahren die Klassenleiterstunde zur „Klassenratstunde“ umgewandelt.

Im Klassenrat wird geübt, demokratisch zu handeln. In der Gruppe werden Anliegen und Probleme diskutiert. Es wird geübt, die Meinung zu äußern, Projekte zu planen und demokratisch Entscheidungen zu treffen.

Der Klassenrat wird ab Klasse 5 mit Unterstützung der Mitarbeiter der „Jugendhilfe in der Schule“ eingeführt.

Das Lernen lernen

  1. Sich in der Schule orientieren (Einsatz der Buddys / Paten) / Ärger vermeiden / leichter lernen Stundenplan / Vertretungsplan lesen/ Schulranzen packen/ Hausaufgabenheft führen /Arbeitsplatz in der Schule und zu Hause einrichten/ Wie organisiere ich meine Hausaufgaben? (Welcher Lerntyp bin ich?)
  2. Leben in der neuen Schulgemeinschaft   Schulordnung-warum ?/ Klassenregeln /Ich – Botschaften /Umgangsformen (grüßen, fragen, bitten,….)
  3. Wer bin ich? Selbstdarstellung ( auch im Kunstunterricht möglich) /Meine Stärken und Schwächen/ Lob und Kritik aussprechen und annehmen / Klassenrat einrichten
  4. Lern- und Arbeitskompetenzen: Heftführung/ Mind map/ Sich auf Klassenarbeiten vorbereiten/ Mit vielen Sinnen lernen/ Auswendig lernen/ Zeitmanagement (Hilfen im Hausaufgabenheft)/ Projektarbeit/Präsentieren (Körpersprache) /Sich etwas merken können (Spiele, Vokabeltraining….)
  5. Kommunikative Kompetenz: Zuhören trainieren (Spiele)/ Sich frei äußern /Miteinander sprechen (leise sprechen, flüstern….)/ Gruppenregeln erstellen
  6.  Zeitbox: Sich auf ein Thema / Ziel einigen, Zeit einteilen, Arbeit gleich verteilen, sich helfen, Ergebnisse abstimmen, Vortrag vorbereiten

 

 

 

Für die Klassen 5 – 8 haben Kollegen und Kolleginnen ein schuleigenes Hausaufgabenheft erstellt und in Druck gegeben.

Das Hausaufgabenheft dient der Organisation des Schulalltags der Schüler und der Eingewöhnung in die Planung der Hausaufgaben, Vorbereitung auf Klassenarbeiten etc.

Für die Eltern liefert es einen Einblick in die Unterrichtsinhalte und Termine der Lernkontrollen. Außerdem ist eine regelmäßige Kommunikation mit den Fach- und Klassenlehrern/innen möglich.

Die Klassen9/10 nutzen den Schülerkalender „Futureplan“, der für die älteren Schüler und Schülerinnen konzipiert ist und stark beufswahlvorbereitend ausgelegt ist. Dieser wird kostenlos von der Schule erworben.

Mit Beginn des Schuljahres 2010/11 startete an der Edith-Stein-Schule das Projekt „Ich erkläre es dir“ (Schüler und Schülerinnen erteilen Nachhilfeunterricht für Schüler und Schülerinnen mit Teilleistungsschwächen).

Heute erfährt die Schülernachhilfe bei den Eltern und deren Kindern eine hohe Akzeptanz, da schwache Leistungen in einzelnen Fächern deutlich verbessert werden konnten. Die meisten Eltern unserer Schüler und Schülerinnen können sich teure Nachhilfestunden auf dem freien Markt nicht leisten.

Einzelne Schüler/innen mit schwachen Leistungen in bestimmten Fächern werden von ihren Klassenleiter/innen angehalten, sich für eine Schülernachhilfe zu bewerben.

Von Fachlehrkräften ausgesuchte und geschulte Schüler/innen ( Fach- und Sozialkompetenz) bewerben sich als Nachhilfeschüler für bestimmte Fächer (i.d.R. Deutsch, Mathe, Englisch, Nawi). Die Schüler werden einander zugewiesen. Die Eltern des Schülers, der die Nachhilfe bekommt kaufen 10 Nachhilfestunden und bezahlen 1,- € pro Stunde ( 45 Minuten ) 4,- € werden durch Spenden finanziert. D.h., der Nachhilfe erteilende Schüler bekommt € 50 für 10 Nachhilfestunden. Jede Stunde muss mit der Angabe von Inhalten (mit den Fachlehrern abgesprochen) von beiden Seiten unterschrieben und somit dokumentiert werden.

Vorteile der Schülernachhilfe:

  1. Von Fachlehrern ausgesuchte (nach Leistung im jew. Fach und Sozialkompetenz), empfohlene Schüler und Schülerinnen vertiefen und festigen Ihr Wissen, indem sie es an schwächere Schüler weitergeben.
  2. Schüler aus Familien mit Migrationshintergrund unterhalten sich in Ihrer Freizeit in der deutschen Sprache über unterrichtliche Inhalte und schließen vereinzelt Freundschaften.
  3. Schüler können sich ohne Notendruck im Gespräch mit fast gleichaltrigen Schülern schulische Inhalte aneignen.
  4. Schüler können ihre schulischen Leistungen verbessern, was sich in besseren Noten widerspiegelt.
  5. Schüler, die in manchen Fächern schon fast aufgegeben haben, erleben wieder Erfolgserlebnisse und können ihre Hausaufgaben machen und dem Unterricht wieder folgen.
  6. Mehr Schüler erreichen das Klassenziel weniger Schüler müssen das Schuljahr wiederholen.
  7. Das Beherrschen der deutschen Sprache ist wichtigste Voraussetzung, dem Unterricht folgen zu können und Erfolgserlebnisse zu erzielen. Die Schülernachhilfe ist hier ein wesentlicher Baustein des gesamten Hilfsangebots zur Sprachförderung der Eduard-Spranger-Schule.
  8. Schüler verdienen sich durch sinnvolle Arbeit ein gutes Taschengeld.
  9. Schüler und Schülerinnen wechseln die Rolle, lernen Verantwortung zu übernehmen, identifizieren sich mit den Zielen der Schule und werden im Rahmen des Schulprojektes „Gewaltprävention und Demokratielernen“ in die Gestaltung des Schullebens mit einbezogen.

In regelmäßigen Treffen der Nachhilfeschüler mit den Projektleitern und der Schulleitung berichten die Schüler und Schülerinnen über ihre Erfolge und Misserfolge ihrer Tätigkeit als Nachhilfekräfte. Aus diesen Gesprächen ergab sich:

– 50% der Nachhilfeschüler gaben an, dass sie ihre Note in der Klassenarbeit verbessern konnten.

– 80% der Nachhilfeschüler konnten ihre Hausaufgaben im betreffenden Fach besser machen.

Im Schuljahr 2014/15 erhalten 50 Kinder der Klassen H und R 5/6 sowie des Intensivkurses eine unterstützende Förderung. Die Kleingruppen finden nachmittags von Montag bis Freitag statt. 

Die / Der Klassenlehrer/in stellt nach Rücksprache mit der Klassenkonferenz und den Eltern die Förderbedürftigkeit fest. Die regelmäßige Teilnahme ist dann verpflichtend. Die Kinder erhalten einen Vermerk im Zeugnis.

Zurzeit findet in sechs Kursen zweimal wöchentlich eine Lern- und Hausaufgabenhilfe statt, in der die Schüler ihren tagesaktuellen Lernstoff bewältigen können und unterstützt werden.

In den Klassen 5/6 bleiben die Lerngruppen in der Regel über ein Jahr bestehen.

Es findet ein regelmäßiger Austausch zwischen den TVH-Lehrkräften und den Klassen- bzw. Fachlehrkräften statt. Die Arbeit der Hausaufgabenhilfe wird jährlich evaluiert und in einem Bericht dem Vorstand der Stiftung berichtet. Es finden jährliche Treffen in den beteiligten Schulen statt.

Heute erfährt die Schülernachhilfe bei den Eltern und deren Kindern eine hohe Akzeptanz, da schwache Leistungen in einzelnen Fächern deutlich verbessert werden konnten. Die meisten Eltern unserer Schüler und Schülerinnen können sich teure Nachhilfestunden auf dem freien Markt nicht leisten.

Einzelne Schüler/innen mit schwachen Leistungen in bestimmten Fächern werden von ihren Klassenleiter/innen angehalten, sich für eine Schülernachhilfe zu bewerben.

Erweiterung der MINT Fächer

MINT steht für die Qualifikation und dem Zusammenschluss folgender Fächer:

  • Mathematik
  • Informatik
  • Naturwissenschaften
  • Technik

Folgende MINT-Projekte und MINT- Kooperationen bestehen an der Edith-Stein-Schule:     

  • Senckenberg Gesellschaft
  • Solarrennen der Frankfurter Schulen
  • Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main 
  • Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main
  • Bildungswerk BAU Hessen-Thüringen e.V.
  • Arbeitskreis  Schule – Wirtschaft
  • Goethe – Schülerlabor Chemie
  • Goethe BioLab
  • Goethe – Schülerlabor Physik
  • Kinderuni  der Goethe Universität Frankfurt
  • Rothenberger Werkzeugbau Kelkheim
  • Deutsche Bahn AG
  • Provadis Gruppe  (Industriepark Höchst)

Ansprechpartner von der Schulleitung:

Herr Müller (Konrektor)

Ab dem Schuljahr 2016/2017 steht für die neunten Klassen neben den Fächern Französisch, Kochen und PC-Unterricht nun auch das Fach Chemie im Rahmen des Projektes „Chemie im Alltag“ zur Auswahl.

Ausgehend von chemischen Produkten im häuslichen Umfeld sollen die Schüler weitgehend selbstständig völlig frei vom Lehrplan sich chemische Zusammenhänge erarbeiten, naturwissenschaftliche Vorgehensweisen üben und sich ohne Zeitdruck mit Chemie beschäftigen können.

Als Themen sind zunächst Duftstoffe (Wie erhält man sie bis zur Herstellung eigener Parfüme) und Farbstoffe (natürliche bzw. synthetische Farbstoffe isolieren bzw. herstellen bis hin zum Färben mit diesen Farbstoffen) geplant, gemeinsam mit der Einarbeitung in chemische Analysentechnik zur Untersuchung von den selbst hergestellten Proben, aber auch von käuflichen Mustern.

Ziele des Wahlpflichtunterrichtes: Klären der Frage: „Wozu braucht man Chemie?“ Hemmschwellen vor den Naturwissenschaften abbauen, Zeigen, dass Chemie Spaß machen kann, Neugier wecken.

Auszüge aus der Pressemitteilung der Bayer AG:

Frankfurt am Main, 5. Oktober 2016 – Das eigene Parfüm herstellen und Pflanzenkeimung durch klassenübergreifendes Experimentieren erforschen – mit diesen Inhalten beschäftigen sich die beiden Frankfurter Projekte, welche die Bayer Science & Education Foundation neu in ihr Schulförderprogramm aufgenommen hat. Mit insgesamt 13.900 Euro ermöglicht die Bayer-Bildungsstiftung die Umsetzung von zwei innovativen Unterrichtskonzepten an der Eduard-Spranger-Schule und der Heinrich-von-Bretano-Schule. Die symbolische Urkundenübergabe fand im Rahmen eines besonderen Besuches statt: Vom 4. bis 7. Oktober 2016 macht das Humboldt-Bayer-Mobil – ein
14 Meter langer LKW, in dem Schüler medizinische Untersuchungen und wissenschaftliches Arbeiten erproben können – Station bei Provadis im Industriepark Höchst. In diesem Zeitraum haben Jugendliche der beiden Schulen die Möglichkeit, wie in einem medizinischen Speziallabor zu arbeiten.

„Naturwissenschaftliche Phänomene begegnen uns jeden Tag auf vielfältigste Art und Weise“, sagte Mona Ehrenberg, Programm-Managerin der Bayer-Bildungsstiftung bei der Übergabezeremonie. „Jedoch sind sie uns häufig nicht bewusst. Durch äußerst praxisorientierte Angebote schaffen engagierte Lehrer genau dieses Bewusstsein bei ihren Schülern und fördern damit ein nachhaltiges Interesse an biologischen und chemischen Themen.“ Die Ehrung fand in den Räumlichkeiten des im Industriepark Höchst ansässigen Fachkräfte-Entwicklers Provadis statt, der für die Ausrichtung von einwöchigen Gesundheitscamps bereits im vergangenen Jahr von der Bayer-Stiftung unterstützt wurde.

Der Stiftungsrat der Bayer Science & Education Foundation wählte die beiden Frankfurter Projekte in der aktuellen Förderrunde neben 35 weiteren Initiativen aus den Einzugs-gebieten der deutschen Bayer-Unternehmensstandorte aus. Seit Programmstart 2007 wurden bundesweit bereits 468 Initiativen mit einem Gesamt-Fördervolumen in Höhe
von rund 4,7 Millionen Euro unterstützt. In Frankfurt und Umgebung wurden bisher
13 Projekte mit rund 43.590 Euro ermöglicht.
Alle Förderprojekte zielen darauf ab, innovative Unterrichtskonzepte und begleitende Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche einzuführen, die den Regelunterricht attraktiver machen oder sinnvoll ergänzen. Insbesondere sollen sie dazu beitragen, bei Schülern den Spaß und das Interesse an Naturwissenschaften zu wecken, Talente frühzeitig zu fördern und die Orientierung bei der Berufswahl zu erleichtern. Vor allem werden wegweisende Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Bio- und Medizinwissenschaften im Schulförderprogramm des Bayer-Konzerns unterstützt.

Edith-Stein-Schule: Projekt „Chemie im Alltag”

Wozu braucht man eigentlich Chemie? Antworten darauf gibt das Projekt der im Stadtteil Sossenheim gelegenen Realschule, in dem Schüler bunte T-Shirts mit selbst extrahierten Naturfarben und ihr eigenes Parfüm herstellen. Durch den sehr praxisorientierten Ansatz soll den Jugendlichen Chemie näher gebracht werden, die ihnen im Alltag begegnet. Sie lernen chemisch hergestellte Produkte als solche zu erkennen und erfahren, dass sie diese selbst herstellen können – und sollen dadurch ein nachhaltiges Interesse an naturwissenschaftlichen Berufsfeldern entwickeln. Am Projekt nehmen pro Jahr bis zu
15 Schüler der neunten Klasse teil. Die Bayer-Bildungsstiftung fördert das Projekt mit 7.200 Euro, von denen Labormaterial und technische Geräte angeschafft werden.

Heinrich-von-Brentano-Schule: Projekt „Voneinander-Miteinander-Füreinander“

Schüler der achten und zehnten Klasse erarbeiten sich eigenständig naturwissen- schaftliche Experimente, die sie anschließend mit Fünft- und Siebtklässlern gemeinsam durchführen. Diese wiederum setzen das neu erworbene Wissen ein, um Versuche zu entwickeln, die sie ortsansässigen Grundschülern präsentieren. Genutzt wird dafür vor allem der heimische Schulgarten, beispielsweise zur Untersuchung von Pflanzen-Keimung und -entwicklung unter verschiedensten Bedingungen. Eine Besonderheit des Projekts ist, dass die Schüler ihre Experimente Klassenkameraden sowie jüngeren Mitschülern mehrfach vorstellen – wodurch Kreativität, Eigenverantwortung, soziale Kompetenz und Präsentationsfähigkeit gefördert werden. Ziel der Initiative ist es, Schülern unterschiedlichsten Alters einen geschulten Blick für naturwissenschaftliche Phänomene in ihrem Lebensumfeld zu vermitteln. Die Bayer-Stiftung ermöglicht das Projekt mit 6.700 Euro.

Das Humboldt-Bayer-Mobil zu Besuch in Frankfurt am Main

Wie verändert sich die Luft beim Atmen? Welche Nährstoffe enthält die Nahrung? Wie ist die Wirbelsäule aufgebaut? Diesen und weiteren medizinischen Fragen gehen Fünft- bis Achtklässler der beiden ausgezeichneten und fünf weiterer Frankfurter Schulen unter dem Motto „Die Vermessung des Körpers“ im Humboldt-Bayer-Mobil nach. Wie in einer Arztpraxis oder einem medizinischen Labor nutzen sie dabei moderne Messgeräte und führen eigenständig Experimente durch.

Das „Humboldt-Bayer-Mobil“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bayer Science & Education Foundation, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Stiftung Humboldt-Universität. Normalerweise besucht der Truck Grund- und Oberschulen in Berlin und Brandenburg. Dreimal im Jahr stehen jedoch Sonderfahrten in die Nähe der deutschen Bayer-Standorte auf dem Programm – wie jetzt nach Frankfurt. Die Bayer-Bildungsstiftung finanziert das „Humboldt-Bayer-Mobil“ in den Jahren 2010 bis 2018 und bietet Schülern darin die Möglichkeit, zu unterschiedlichen Themen auf Forschungsexkursion zu gehen.

In diesem Jahr steht der menschliche Körper im inhaltlichen Zentrum. Ziel der Kooperationspartner ist es, Neugier und Begeisterung für medizinische und lebenswissenschaftliche Forschung zu wecken. „Schüler, die sich heute für Gesundheitsthemen interessieren, sind die Ärzte und Medizin-Wissenschaftler von morgen“, erklärt Mona Ehrenberg.

Bayer Science & Education Foundation

Als Bildungsstiftung des Innovations-Unternehmens Bayer begreift sich die Bayer Science & Education Foundation als Impulsgeber, Förderer und Partner für Innovationen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Im Zentrum ihrer Programme stehen Menschen mit naturwissenschaftlichem Pioniergeist – talentierte Schüler, aufstrebende Studenten und renommierte Spitzenforscher, die sich für den Fortschritt in Gesundheits- und Ernährungsfragen einsetzen. Die Fördertätigkeit der Unternehmens-Stiftungen ist ein zentraler Bestandteil des weltweiten gesellschaftlichen Engagements von Bayer, das jährlich rund 50 Millionen Euro beträgt – mit Schwerpunkten auf der Förderung der naturwissenschaftlichen Bildung und Spitzenforschung, der Gesundheitsversorgung und der Befriedigung sozialer Grundbedürfnisse der Menschen im Umfeld der Unternehmensstandorte.

Mehr Informationen zur Bayer Science & Education Foundation finden Sie unter: www.bayer-stiftungen.de